Iresine – Faszinierende Zimmerpflanze mit besonderem Blattschmuck

Iresine herbstii im Topf

Manche Zimmerpflanzen überzeugen durch einen interessanten und außergewöhnlichen Wuchs, andere durch üppige Blütenpracht, wieder andere duften ganz herrlich und dann gibt es noch die Iresine, die mit besonders hübschen Blättern aufwartet.

Iresine: Das Blutblatt überzeugt mit schöner Färbung

Die Iresine ist eine rund 40 Zentimeter hohe Staude, die nicht nur als Zimmerpflanze beliebt ist, sondern auch im Garten – zumindest für eine Saison – für Furore sorgt. Der volle botanische Name lautet Iresine herbstii. Einen offiziellen deutschen Namen gibt es nicht, die Pflanze wird aber auch als Blutblatt bezeichnet. Dies liegt daran, dass die Blätter der Iresine meist in knalligen Rottönen daherkommen, wobei die Blattadern sich farblich deutlich vom restlichen Blatt abzeichnen. Neben Rot gibt es die Blätter aber auch in Grün, Gelb, Orange oder Violett.

Iresine – in Südamerika zuhause

Die Iresine herbstii kommt ursprünglich aus den Tropen Brasiliens. Dort hat die Staude ein relativ kurzes Leben, kann aber schon mal mehrere Jahre ausdauern. Bei uns hingegen überlebt sie im Garten nur eine Saison, da sie nicht winterhart ist.

Weltweit gibt es rund 80 Sorten, die als Stauden oder Halbsträucher wachsen. Im Blumentopf wird sie maximal 50 Zentimeter groß und wächst buschig. In der freien Natur kann sie weiße Blüten und kleine nussartige Früchte entwickeln, als Zimmerpflanze im Topf sieht man aber meist weder Blüten noch Blätter. Die zu den Fuchsschwangewächsen gehörende Iresine herbstii ist mittlerweile auch in Australien zu finden.

Die Pflege der Iresine herbstii

Die Iresine ist recht pflegeleicht, weswegen sie sich gut als Zimmerpflanze eignet. Eine wenige Dinge sollten für einen guten Wuchs und eine ideale Pflege dennoch beachtet werden:

  • Der Standort
    Iresine mag es hell, ja gerne auch sonnig, sie kommt aber selbst mit Halbschatten zurecht. Wichtig zu wissen: Je dunkler die Pflanze steht, umso weniger kann sich die markante Blattfarbe ausprägen. Achten Sie darauf, dass Sie die Pflanze nicht der prallen Mittagssonne aussetzen, da sonst die Blätter geschädigt werden könnten. Sofern Sie die Staude auspflanzen möchten, sollte dies nicht vor den Eisheiligen im Mai geschehen. Auch im Topf darf die Iresine erst raus, wenn es keine Nachtfröste mehr gibt.
  • Das Gießen
    Mäßig gießen, die Erde nicht austrocknen aber auch keine Staunässe entstehen lassen. Wer das beherzigt, hat viel Freude an seiner Iresine. Beim Halten im Topf sollten Sie immer darauf achten, dass Gießwasser abfließen kann, auch eine Drainage kann sinnvoll sein.
  • Das Düngen
    Von März bis September ist die Wachstumsphase der Iresine. Während dieser Zeit sollten sie etwa alle zwei Wochen etwas Flüssigdünger geben, damit sich die Pflanze gut entwickeln kann.
rottblättrige Iresine herbstii
© Wahdan Rafi | Dreamstime.com (#266443509 – Iresine Herbstii) Die Iresine herbstii kann durch Kopfstecklinge vermehrt werden.

Sonstige Pflegemaßnahmen

Zu den regelmäßigen Pflegemaßnahmen kommen noch weitere, die nur ab und an durchzuführen sind:

  • Das Umtopfen
    Es gibt keine bestimmten Zeiten, wann eine Iresine umgetopft werden sollte. Sinnvoll ist das Umtopfen aber dann, wenn die Wurzeln zu den Drainagelöchern herauswachsen. Gönnen Sie die Pflanze einen größeren Topf, damit sie sich weiter prächtig entwickeln kann.
  • Die Vermehrung
    Möchten Sie Iresine herbstii vermehren, weil Sie sie verjüngen möchten (alte Pflanzen verkahlen leicht) oder vielleicht verschenken wollen, dann ist das Vermehren durch Stecklinge möglich. Geschnitten werden rund acht Zentimeter lange Triebe. Von den Kopfstecklingen werden die unteren Blätter entfernt und der Stiel in Anzuchterde gesteckt. Gießen Sie gut und halten Sie die Luftfeuchtigkeit hoch – ideal ist es, wenn Sie über die Pflanze eine Plastikhaube mit Luftlöchern stülpen. Stellen Sie die Jungpflanze hell und gießen Sie regelmäßig, so können sich die Wurzeln gut entwickeln. Sobald sich neue Blätter zeigen, ist die Vermehrung gelungen. Tipp: Damit sich die Iresine gut verzweigt und buschig wächst, sollten Sie sie immer mal wieder auskneifen.

Die Iresine im Winter

Im Winter muss die Iresine als Zimmerpflanze nicht extra an einen anderen Ort umziehen. Um der Pflanze Erholung zu gönnen, können Sie sie aber bei Temperaturen um die +10 Grad überwintern. Dabei wird weniger gegossen, gedüngt wird natürlich gar nicht. Im Frühling wird die Pflanze dann gerne mal kräftig zurückgeschnitten, vor allem dann, wenn sie unansehnlich geworden ist. Entwickelt sich die Pflanze nicht mehr nach Ihren Wünschen, dann vermehren Sie sie wie oben beschrieben.

Krankheiten und Schädlinge bei der Iresine

Bei Krankheiten ist besonders der Echte Mehltau zu nennen. Er kann auftreten, wenn die Iresine zu warm steht, direkte Sonne oder Zugluft abbekommt. Der Pilz äußert sich durch einen weißen Belag auf den Blättern. Bekämpfen können Sie ihn, indem Sie einen Mix aus Milch und Wasser im Verhältnis 1:9 herstellen und damit die Blätter regelmäßig bestäuben.

Schädlinge treten meist dann auf, wenn die Pflanze im Winterquartier steht und dort die Luftfeuchtigkeit zu niedrig ist. Stellen Sie die Iresine daher nie in die Nähe einer Heizung. In diesem Fall kann die Rote Spinnmilbe auftreten, die für helle Sprenkel auf den Blattoberseiten sorgt. Bei genauerem Hinsehen sind zwischen den Blättern Gespinste zu erkennen. Als Hausmittel eignet sich eine Mischung aus Rapsöl, Spülmittel und Wasser, mit dem Sie die Pflanze bestäuben sollten. Auch ein Mix aus Kernseife und Spiritus hilft – übrigens nicht nur gegen die Rote Spinnmilbe, sondern auch gegen Blattläuse.