Mimose, Sinnpflanze (Mimosa pudica)

Die erste Begegnung mit der Mimose machen viele schon in der Grundschule. Der eine oder andere Lehrer klemmt sich die Tasche unter den Arm und transportiert die Pflanze vorsichtig ins Klassenzimmer. Schließlich soll ja das, was unvermeidbar passieren wird, eine Überraschung bleiben. Kaum hat der Lehrer seine neugierigen Schüler beruhigt, geht es an den „Versuch“. Eine Berührung und schwupp klappt die Mimose ihre äußerst zarten Fiederblättchen zusammen. Die Meute lacht und jeder möchte der Erste sein.

Wenn der Reiz an dieser Pflanze vorbei ist und sie wieder zur Ruhe kommen darf, ist der „Spuk“ nach spätestens einer halben Stunde beendet. Dann klappt sie ihre Fiederblättchen wieder auf.

Dieser Versuch klappt allerdings nicht überall und nicht zu jeder Tageszeit. Möchten Sie die Mimose „ärgern“, legen Sie das auf den Tag. Denn nachts macht die Pflanze nicht mit und Ihnen einen Strich durch die Rechnung. Den macht Sie Ihnen auch, wenn das Quecksilber unter 18 Grad Celsius sinkt.

Meist bleibt es bei dieser einmaligen Begegnung im Schulunterricht. Nur selten finden Mimosen den Weg ins Zimmer. Und daran ist die Pflanze selbst schuld. Schließlich möchten wir über Jahre hinweg unsere Zimmerpflanzen hegen und pflegen. Auch im Winter. Genau diese Jahreszeit macht die Mimose zu einem Problemfall.

Denn die Überwinterung ist nicht einfach und selten erfolgreich. Und das, obwohl die Mimose durchaus mehrjährig ist. So kommt die Pflanze ungewollt zu ihrem einjährigen Dasein.

Mimose

© evegenesis – Fotolia.com (#65711601 – wild flower pudica mimosa) Die rosa Blüten der Mimose sind kugelartig in ihrer Erscheinung.

Wann blüht die Mimose?

Von Mai bis September zeigt die Zimmerpflanze ihre rosa Blüten, die ein kugeliges Äußeres haben.

Mimose Wuchshöhe

Trotz ihres zarten Wuchses kann die Mimose eine ordentliche Größe erreichen. Ein passender Standort und gute Pflege sorgen dafür, dass die Zimmerpflanze bis zu 50 Zentimeter hoch werden kann.

Mimose Standort

Die in den tropischen Gebieten Amerikas beheimatete Sinnpflanze benötigt einen hellen Standort. Das Plätzchen kann gerne etwas sonnig sein. Das Maß an Sonnenlicht sollte wohl dosiert sein, da die Pflanze dieses nicht den ganzen Tag über verträgt. Schon gar nicht die pralle Sonne während der Mittagszeit – vor allem in den Sommermonaten. Mit einem Plätzchen im Schatten tun Sie Mimosa pudica aber auch keinen Gefallen.

Wählen Sie das Plätzchen so aus, dass die Temperatur tagsüber bei gut 20 Grad Celsius liegt. Ein paar wenige Grad mehr schaden nicht. Nachts hingegen wünscht sich die Sinnpflanze 18 Grad Celsius zum Wohlfühlen. Aber auch das Substrat sollte wohltemperiert und mindestens 18 Grad Celsius warm sein.

Mimose gießen

Mimosen vertragen zwei Zustände überhaupt nicht: Trockenheit und Staunässe. Ein gleichmäßig feuchtes Substrat entspricht den Wunschvorstellungen dieser Zimmerpflanze.

Mimose düngen

Da auch die Sinnpflanze nicht nur von Licht und Wasser leben kann, benötigt sie regelmäßig Dünger. Ein Mal die Woche können Sie die Pflanze mit Nährstoffen verwöhnen. Dazu eignet sich beispielsweise ein Flüssigdünger, den Sie einfach in das Gießwasser geben. Beachten Sie dabei aber die Dosierungsangaben des Herstellers.

Substrat

Da Sie die Pflanze vermutlich nur für eine Saison behalten, benötigen Sie kein Nonplusultra-Substrat. Einheitserde erfüllt den Zweck.

Mimose Blätter

© Jane Bettany – Fotolia.com (#164375282 – Sensitive plant or mimosa pudica) Mittels der Samen können Sie selbst die Mimose vermehren.

Mimose vermehren

Wenn Sie nicht jedes Jahr eine neue Pflanze kaufen möchten, können Sie die Mimose auch selbst vermehren. Gibt es Samen von der bestehenden Pflanze zu ernten, können Sie diese natürlich verwenden. Oder im Fachhandel beziehungsweise online Samentütchen kaufen.

Bereits Anfang März können Sie für eigenen Nachwuchs sorgen. Damit die Samen keimen, sollte der Boden eine Temperatur von mindestens 20 Grad Celsius haben. Das eine oder andere Grad mehr wäre sogar förderlich.

Damit der Topf später dichter wird, setzen Sie gleich wenigstens drei Sämlinge in einen Topf. Je nach Topfgröße können Sie natürlich eine größere Anzahl Sämlinge in ein Behältnis setzen. Das bleibt ganz Ihnen überlassen.

Schädlinge an der Mimose

Trockene Luft ist oftmals ein Garant für Spinnmilben. Diese Pflanzenschädlinge siedeln sich gerne mal an.

Krankheiten an der Mimose

Wie bereits erwähnt, ist Staunässe nichts für die Sinnpflanze. Denn diese kann im schlimmsten Fall zu einer Chlorose führen.

Tipps zur Pflege der Mimose

Damit sich Ihre Mimose rundum wohl fühlt, benötigt sie ein wenig Luftfeuchte. Diese sollte nach Möglichkeit nicht unter 50 Prozent sinken. Streben Sie eher 60 Prozent an. Außerdem halten Sie so Spinnmilben fern. Und das nicht nur von Ihrer Mimose. Ist die Luft zu trocken, können Sie mit einer Sprühflasche ruckzuck und ohne Aufwand nachhelfen.

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