Australische Kastanie – die Zimmerpflanze aus Down Under

Einer Kastanie sieht dieser Strauch eigentlich gar nicht ähnlich – und dennoch muss die Australische Kastanie ihren Namen ja von irgendwoher haben. Wenn wir Sie noch etwas mehr verwirren dürfen, dann sei gesagt, dass die Australische Kastanie auch als Australischer Bohnenbaum bezeichnet wird. So, und wie kommt es nun zu diesen Namen? Das liegt an den Früchten und Samen. Die Pflanze bildet nämlich bohnenartige Früchte, in denen wiederum Samen zu finden sind, die wie Kastanien aussehen. Schwupps, schon haben wir den Grund für den Namen.

Botanisch wird sie Castanosperum australe genannt. Sie gehört zur Familie der Hülsenfrüchte und wird bei uns als Zimmerpflanze immer beliebter. Wie der Name schon sagt, kommt sie ursprünglich aus Australien und ist dort vor allem an den Küsten zu finden. In der freien Natur kann die Australische Kastanie bis zu 20 Meter hoch werden, als Zimmerpflanze erreicht sie Höhen von bis zu 2 Metern. Während sie in der Natur regelmäßig Blüten bildet, ist eine Blüte bei Zimmerhaltung eher selten.

Australische Kastanie für die eigenen vier Wände

Aber schauen wir uns den Bohnenbaum doch mal etwas genauer an. Wenn Sie ihn zu sich nach Hause holen wollen, gilt es einige Regeln bei der Pflege zu beachten, damit die Pflanze auch gut gedeiht.

  • Substrat: Herkömmliche Blumenerde, die durchlässig und humusreich ist, genügt als Grundlage, damit sich die Australische Kastanie gut bei Ihnen eingewöhnen kann.
  • Standort: Hell und warm sollte der Standort sein. Hell bedeutet hier allerdings: Keine pralle Sonne. Auch an einem halbschattigen Platz fühlt sich der Strauch wohl. Die Temperatur im Zimmer sollte um die 20 Grad liegen, in den warmen Monaten darf der Bohnenbaum auch gerne nach draußen gebracht werden. Allerdings sollte die Temperatur nicht unter 12 Grad absinken.
  • Gießen: In der Vegetationszeit braucht die Australische Kastanie viel Wasser. Tägliches Gießen ist dann an der Tagesordnung. Achten Sie darauf, dass keine Staunässe entsteht. Alternativ können Sie den Wurzelballen auch – wie beispielsweise bei Orchideen üblich – tauchen.
  • Düngen: Für ein gutes Wachstum wird die Australische Kastanie alle 4 bis 6 Wochen gedüngt. Von Oktober bis März genügt eine Düngergabe alle zwei Monate. Mit einem gewöhnlichen Grünpflanzendünger machen Sie nichts falsch.

Weitere Pflegetipps für die Australische Kastanie

Darüber hinaus gibt es noch ein paar Dinge, die Sie für Ihre Pflanze tun können, damit es dieser richtig gut geht.

  • Umtopfen: Experten empfehlen, die Australische Kastanie alle 2 Jahre umzutopfen. Allerdings fördert das Umtopfen auch das Wachstum, sodass die Pflanze größer und größer wird. Um das zu vermeiden, verzichten Sie einfach auf einen größeren Topf und wechseln – bei Bedarf – lediglich das Substrat.
  • Schneiden: Das Schneiden des Bohnenbaums ist in der Regel nicht notwendig. Sollten sich die Triebe für Ihren Geschmack zu sehr verbreiten, dann kürzen Sie diese einfach etwas ein.
  • Vermehren: Die Vermehrung der Australischen Kastanie erfolgt zum einen über Samen, zum anderen über Stecklinge. Wie oben schon angesprochen, blüht die Pflanze im Zimmer eher selten, sodass sich auch nur selten Früchte inkl. der Samen bilden. Sofern dies bei Ihnen nicht der Fall ist, können Sie Samen im Handel kaufen, oder Sie greifen eben auf die Stecklingsvermehrung zurück. In diesem Fall schneiden Sie einen Zweig mit 3 bis vier Blättern ab und geben diese in Anzuchterde. Wenn Sie diese bei Temperaturen von 20 bis 25 Grad stets feucht halten, bilden sich schnell Wurzeln. Sofern sich neue Triebe bilden, kann die Jungpflanze in einen größeren Topf umziehen. Zur Wurzelbildung ist es auch möglich, den Steckling in ein Glas Wasser zu geben und dieses regelmäßig auszutauschen.

Krankheiten und Schädlinge bei der Australischen Kastanie

Der Australisch Bohnenbaum ist recht robust, sodass Krankheiten und Schädlinge kaum eine Chance haben. Dennoch kann bei falscher Haltung auch diese Pflanze Schaden nehmen.

  1. Wurzelfäule: Diese entsteht, wenn Sie die Pflanze zu stark wässern bzw. Staunässe entsteht. Geben Sie immer ein gesundes Maß an Wasser und sorgen Sie für Abfluss, damit die Wurzeln nicht dauerhaft im Wasser verbringen müssen.
  2. Spinnmilben: Diese Schädlinge kommen vor allem dann, wenn die Luftfeuchtigkeit besonders niedrig ist. Meistens passiert das im Winter, wenn die Australische Kastanie in unmittelbarer Nähe zu einer Heizung steht. In diesem Fall können Sie die Pflanze regelmäßig mit Wasser bestäuben, die Luftfeuchtigkeit erhöhen oder auch den Standort wechseln. Sofern Spinnmilben auftreten, können Sie diese mit einem Gemisch aus Wasser und Rapsöl im Verhältnis 1:4 zweimal am Tag besprühen. Spinnmilben erkennen Sie übrigens an Gespinsten rund um die Blätter und weißen Punkten.

Zum Schluss noch ein Hinweis für alle Tierhalter: Die Blätter und auch die Samen der Australischen Kastanie enthalten sogenannte Saponine. Diese Stoffe sind für Haustiere giftig, sodass diese nicht mit der Pflanze in Berührung kommen sollten. Gerade Katzen knabbern gerne mal an Pflanzen herum – hier ist also Vorsicht geboten. Für Menschen sind Saponine ungefährlich.