Hibiskus, Roseneibisch (Hibiscus)

Kommen Sie gerade aus dem Urlaub zurück und möchten am Flughafen am liebsten den nächsten Flieger Richtung Süden besteigen? Holen Sie sich doch einfach den Urlaub in die eigenen vier Wände. Und zwar mit einem Hibiskus. Die großen leuchtenden Blüten dieses Malvengewächses sind der Inbegriff für Südsee, Strand, Sonnenschein… OK, auf Meeresrauschen und einen feinen Sandstrand müssen Sie wohl oder übel verzichten. Aber man kann bekanntlich ja nicht alles haben oder?

Hibiskus

© Subbotina Anna – Fotolia.com (#35183730 – Hibiscus Flower. Shallow DOF) Der Hibiskus braucht keinen Balkon oder eine Terrasse, da er auch auf der Fensterbank gedeiht.

Während Sie gerade noch in Urlaubsstimmung sind, kommt Ihnen vielleicht der Gedanke, dass Sie ja gar keinen Balkon haben. Den benötigen Sie gar nicht! Denn der Hibiskus wächst und gedeiht auch auf der Fensterbank.

Und zeigt auch dort seine prächtigen trichterförmigen Blüten. Der klassische rotblühende Hibiskus ist ein echter Hingucker. Rot kann ja jeder? Dann wählen Sie doch einfach einen Roseneibisch, wie die Pflanze auch genannt wird, mit weißen, rosa- oder orangefarbenen oder gar gelben Blüten. Sollte Ihnen die Auswahl noch nicht reichen: Es gibt Sorten mit einfachen oder gefüllten Blüten. Und wenn Sie sich von der Masse abheben möchten, nehmen Sie einfach eine Sorte mit gefransten Blüten.

Wann hat der Hibiskus seine Blütezeit?

Der Hibiskus blüht nahezu das gesamte Jahr über auf der Fensterbank. In der Regel können Sie die großen Blüten von Februar bis Oktober bewundern.

Hibiskus Wuchshöhe

Der Roseneibisch möchte hoch hinaus. Mit einem ein Meter hohen Exemplar sollten Sie schon rechnen. Unter optimalen Bedingungen wächst Ihnen der Hibiskus auch wörtlich über den Kopf. Zweieinhalb Meter können es schon mal werden.

Ihre gerade gekaufte Pflanze ist natürlich bedeutend kleiner. Das liegt daran, dass sie mit Hemmstoffen behandelt wurde. Diese sorgen für einen kompakten Wuchs. Diesen durch die Behandlung erzielten Wuchs verliert der Hibiscus im Laufe der Zeit und zeigt sein natürliches Wachstum.

Hibiskus Standort

Der Hibiskus liebt die Sonne. Allerdings ist es ratsam, die Pflanze im Hochsommer vor der glühenden Mittagssonne zu schützen. Vielleicht können sie über Mittag einen Sonnenschirm aufspannen oder die Jalousie runter lassen?

Sofern Sie dem Roseneibisch kein derart sonniges Plätzchen bieten können, sollte die Pflanze zumindest so hell wie möglich mit etwas Sonne stehen. Sobald die Lichtverhältnisse nicht ausreichend sind, können Sie sich darauf einstellen, dass Sie einen blühenden Hibiskus nur noch auf dem Foto betrachten können. Denn Ihr Exemplar wird an einem zu dunklen Standort entweder sporadisch oder gar nicht blühen.

Insbesondere während der lichtarmen Wintermonate benötigt der Roseneibisch einen sehr hellen Standort.

Der Hibiskus wünscht sich nicht nur Licht, sondern auch Wärme. Im Sommer darf das Quecksilber gerne mehr als 20 Grad Celsius anzeigen, sofern die Pflanze sehr hell steht.

Im Winter benötigt der Hibiskus mindestens 14 Grad Celsius. Es darf in der Zeit auch gerne wärmer sein. In der kalten Jahreszeit würde sich die Pflanze nicht gegen 20 Grad Celsius wehren.

Was die Pflanze hingegen nicht mag, ist trockene Luft. Es darf gerne luftfeucht sein.

Hibiskus

© Shane – Fotolia.com (#160333365 – Black Dragon Hibiscus) Der durstige Hibiskus möchte ausreichend gegossen werden, wobei es nicht zu Staunässe kommen sollte.

Hibiskus gießen

Darfs ein bisschen mehr sein? In der Wachstumsphase und während des Sommers auf alle Fälle. Der Hibiskus ist eine durstige Pflanze und benötigt regelmäßig ausreichend Wasser. Das kann im Sommer auch schon mal täglich der Fall sein. Denn eines sollten Sie definitiv vermeiden: Ballentrockenheit. Da wird der Roseneibisch nachtragend und „honoriert“ diesen Zustand mit Knospenabfall.

Auch wenn der Hibiskus recht durstig ist, möchte die Pflanze dennoch nicht übergossen werden, sodass es zu Staunässe kommt. Denn nasse Füße behagen der Pflanze ebenfalls überhaupt nicht.

Von Oktober bis Februar können Sie die Pflanze weniger gießen, da ihr Wasserbedarf in dieser Zeit geringer ist. Aber auch in dieser Zeit darf der Ballen nicht austrocknen.

Hibiskus düngen

Blütenreichtum will belohnt werden. Und zwar mit Nährstoffen. Von März an bis September können Sie Ihren Hibiskus wöchentlich mit Dünger verwöhnen. In der übrigen Zeit wird die Pflanze gelegentlich etwas gedüngt.

Ideal ist ein flüssiger Blumendünger, der über das Gießwasser gegeben wird.

Substrat

Diese blühende Schönheit kommt bestens mit normaler Blumenerde zurecht.

Hibiskus umtopfen

Den Hibiscus können Sie jährlich umtopfen. Aber auch solange abwarten, bis es tatsächlich nötig ist. Der ideale Zeitpunkt für den Umzug in einen etwas größeren Topf ist der Februar.

Hibiskus vermehren

Den Hibiskus können Sie mit nicht verholzten Kopfstecklingen selbst vermehren. Diese benötigen neben Anzuchterde eine Bodentemperatur von mindestens 22 Grad Celsius zum Bewurzeln.

Ziehen Sie doch gleich ein paar mehr Jungpflanzen. So haben Sie ein hübsches Mitbringsel und verteilen ein wenig Südseefeeling.

roter Hibiskus

© oriolegin11 – Fotolia.com (#154286769 – Red hibiscus) Im Frühjahr kann der Hibiskus geschnitten werden, damit er einen schönen Wuchs beibehält.

Hibiskus schneiden

Wie bereits erwähnt verlieren die Hemmstoffe im Laufe der Zeit ihre Wirkung. Wenn das der Fall ist, setzt das Längenwachstum ein. Damit der Hibiscus nicht zu sehr aus der Form gerät, greifen Sie im Frühjahr zur Schere. Mit einer sauberen und scharfen Gartenschere nehmen Sie einen kräftigen Rückschnitt vor.

Schädlinge am Hibiskus

In der Regel freut man sich über Besuch. Aber nicht über jeden und schon gar nicht über diesen. Gemeint sind Pflanzenschädlinge. Neben Weißen Fliegen können sich auch Spinnmilben oder Blattläuse einfinden.

Tipps zur Pflege des Roseneibischs

Beim Roseneibisch kann es immer mal wieder unerwartet zu einem Knospenfallkommen. Verschiedene Ursachen können der Grund dafür sein: ein einfacher Standortwechsel oder ein Drehen der Pflanze, schlechte Lichtverhältnisse, zu wenig Wasser oder Dünger sowie plötzlich auftretende Temperaturschwankungen.

Nach den Eisheiligen, wenn keine Fröste mehr erwartet werden, kann der Zimmerhibiskus auch auf den Balkon oder die Terrasse. In klimatisch weniger bevorzugten Gebieten kann es auch noch ein paar Tage längern dauern. Für den „Auszug“ wählen Sie einen bedeckten Tag und einen nicht zu sonnigen Standort. So hat der Hibiskus die Möglichkeit, sich an die neue Umgebung und Lichtverhältnisse zu gewöhnen. Achten Sie darauf, dass die Pflanze einen Standort auf dem Balkon bekommt, an dem sie vor Wind und Wetter geschützt ist.

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2 Kommentare Kommentar schreiben

  1. Heinz-Georg Ahrens #

    Ich habe einen Hibiskus und möchte ihn düngen. Geht das auch mit „Blaukorn??

  2. cane #

    Manche Hobbygärtner düngen ihren Hibiskus durchaus mit Blaukorn. Ich kann Ihnen allerdings keinen Tipp zu Dosierung geben, da ich kein Blaukorn verwende.