Zimmerpflanzen düngen: Vitamine für die Blumen

Zimmerpflanzen düngen ist zu vergleichen mit Vitamintabletten, die der Mensch von Zeit zu Zeit nimmt. Jedes Lebewesen braucht Nährstoffe, um überleben zu können. Ohne geht es uns schlecht, es können Mangelerscheinungen auftreten und im schlimmsten Fall werden wir krank. Zimmerpflanzen geht es nicht anders. Auch hier werden Nährstoffe zum guten Gedeihen und zum Überleben benötigt. Stickstoff, Kalium, Kalzium, Phosphor, Schwefel und Magnesium sind die wohl wichtigsten Bestandteile, auf die Zimmerpflanzen nicht verzichten können. Regelmäßige Düngergaben sind somit nicht nur sinnvoll, sondern überlebensnotwendig.

Zimmerpflanzen düngen

© PhotoSG – Fotolia.com (#39243614 – Blumenpflege) Blumen brauchen Nährstoffe und es bleibt Ihnen überlassen, wie Sie die Zimmerpflanzen düngen möchten … Dünger werden beispielsweise als Stäbchen angeboten, aber auch als Pulver und als praktischer Flüssigdünger, der mit dem Gießwasser verabreicht werden kann.

Zimmerpflanzen düngen: weniger ist mehr

Zwar ist Dünger erst einmal etwas Gutes für die Pflanzen, wenn man es aber übertreibt, dann kann man damit das Gegenteil bewirken. Denn wer zu viel gibt, der muss damit rechnen, dass die Pflanzen sogar eingehen. Daher stellt sich wohl jeder die berechtigte Frage: Zimmerpflanzen düngen wie oft? Das lässt sich pauschal nicht sagen, daher gilt die Grundregel: Lieber weniger und öfter, als seltener und zu viel düngen. Genauso wichtig wie die Frage nach der Menge ist die Frage nach der Art der Düngung. Welche Nährstoffe benötigen die Pflanzen?

Dünger werden in unterschiedlichen Formen angeboten. Als Flüssigdünger, als Pulver, als Stäbchen. Welche Pflanze welchen Dünger braucht, das steht direkt auf den Packungen drauf. Diese Düngemittel wurden von der Zusammensetzung so konzipiert, dass sie bestimmten Pflanzen gegeben werden können. Allgemein lässt sich aber sagen, dass Zimmerpflanzen mit vielen und dichten Blättern mehr Stickstoff brauchen als andere. Bildet die Pflanze viele Blüten und Früchte, dann braucht sie verstärkt Phosphor. Und Kalium ist wichtig, damit die Pflanzen standfest bleiben.

Zimmerpflanzen düngen – zu jeder Jahreszeit?

Zumindest diese Frage kann mit einem klaren „nein“ beantwortet werden. Denn wenn der Winter immer näher rückt, dann braucht auch die Pflanze eine Auszeit. Zimmerpflanzen düngen im Winter ist daher nicht anzuraten, denn Sie sollten Ihren Pflanzen eine Ruhezeit gönnen. Sollten Sie Exemplare haben, die auch in der kalten Jahreszeit blühen, dann ist das Zimmerpflanzen düngen nicht gänzlich auszusetzen, sondern einzuschränken. Nun stellt sich die nächste Frage: Zimmerpflanzen düngen ab wann darf man wieder? Pauschal gesagt: ab dem Frühjahr. Pi mal Daumen machen Sie nichts falsch, wenn Sie ab Mitte März wieder mit dem Düngen beginnen.

Es gibt auch Langzeitdünger, die in Stäbchen- oder Dropsform angeboten werden. Diese können anstatt der anderen Varianten gegeben werden. Der Name sagt es schon: Diese Düngeform hält entschieden länger als die herkömmlichen Dünger, hier muss also viel seltener gedüngt werden. Achtung: Wenn kleine Kinder im Haushalt sind, die Düngestäbchen oder Drops so in den Blumentöpfen vergraben, dass die Kids nicht rankommen.

Zimmerpflanzen düngen – zu Hausmitteln greifen

Was die Großmutter schon wusste: Ja, Hausmittel sind auch bei der Düngung von Zimmerpflanzen noch immer angesagt und ein guter Ersatz für vorgefertigte Düngemittel. Hier sollte man aber schon etwas Erfahrung mitbringen, um zu wissen, wann welches Hausmittel eingesetzt werden sollte. Hier einige Beispiele: Zimmerpflanzen düngen mit Kaffeesatz ist dann sinnvoll, wenn die Pflanzen Stickstoff, Phosphor und Kalium brauchen. Zerkleinerte Eierschalen im Blumentopf geben den Zimmerpflanzen Kalk und zahlreiche anderen Mineralien, die sie für das Wachstum benötigen. Wer einen Kamin zu Hause hat, der sollte die Holzasche nicht wegwerfen. Sie ist zum Zimmerpflanzen düngen bestens geeignet, da sie sehr kaliumhaltig ist. Ebenso enthält Kartoffelwasser viele Mineralien, die man den Pflanzen durchaus gönnen sollte.

Kennen Sie noch weitere Hausmittel? Dann her damit! Und immer daran denken: Nicht jede Pflanze verträgt alles. Also erst mal checken, welches Hausmittel für welche Pflanze geeignet ist.

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2 Kommentare Kommentar schreiben

  1. Sehr schöner und lesenswerter Beitrag zum Thema Dünger.

    Vielen Dank für die vielen Informationen…

    Ich habe hier vielleicht noch ergänzend ein paar Infos zu dem Thema Dünger und Kompost. Denke der Link bietet Deinen Lesern einen Mehrwert…

    LG
    Lilly

  2. cane #

    Hallo Lilly,
    lieben Dank für Deinen Linktipp!

    Viele Grüße, Carola