Calathea – anspruchsvolle Zimmerpflanze mit exotischem Aussehen

Nicht nur die Pflanze sieht exotisch aus, auch der Name klingt gewöhnungsbedürftig. Die Calathea gehört zur Gattung der Maranten und wird auch Korbmarante genannt. Noch nie gehört, stimmt´s? Na, vielleicht hilft Ihnen der deutsche Name Pfeilwurz ein wenig weiter. Wenn nicht, ist das auch nicht schlimm, denn über den Weg gelaufen ist Ihnen die Calathea mit Sicherheit schon mal, zum Beispiel im Gartenmarkt. Übrigens hat die Pflanze ihren Namen Pfeilwurz nicht etwa aufgrund ihres Äußeren erhalten. Vielmehr beinhalten die Wurzeln einen Stoff, der als Gegenmittel für ein Pfeilgift der Indios genutzt wird. Sehen wir uns diese exotische Pflanze doch mal etwas genauer an.

Der Steckbrief der Calathea

Die Heimat der Calathea ist Südamerika, vor allem ist sie in Brasilien zu finden. Es gibt bis zu 42 Arten der Pfeilwurze, die vor allem durch ihre auffälligen großen und unterschiedlich gefärbten Blätter auffallen. Am bekanntesten ist die Calathea makoyana, die den deutschen Namen Pfauen-Korbmarante trägt. Besonders geeignet ist sie als Zimmerpflanze in einem großen Topf. Dort wächst sie sehr buschig und erreicht eine Größe von rund 30 Zentimetern. Auch wenn die Calathea im Januar und Februar ihre Blütezeit hat, sind es doch die Blätter, die sie zu einer wunderschönen Zimmerpflanze machen. Die gelben Blüten kommen in der Regel bei Zimmerkulturen nicht vor, sondern nur in freier Natur. Dafür können Sie sich über die gestreiften Blätter erfreuen, die Farbspiele von Weiß über Gelb bis zu unterschiedlichen Grüntönen zeigen und schon auch mal ins rötliche abweichen können. Die ovalen Blätter können eine Größe von rund 15 Zentimetern erreichen.

Wo sich die Calathea am wohlsten fühlt

Schon beim Standort merkt man, dass die Calathea etwas Besonderes ist, denn Sie liebt auch das Besondere! Sonne ja, aber nicht zu lange und niemals direkt, Halbschatten oder sogar schattige Plätze sind vollkommen ok. Die Temperaturen sollten niemals unter 18 Grad sinken, das mag die Calathea überhaupt nicht. Das ist besonders beim Überwintern wichtig, wenn Sie die Pflanze etwas dunkler und somit separat stellen möchten. Ideal sind 23 bis 25 Grad und eine sehr hohe Luftfeuchtigkeit, die zwischen 60 und 80 % liegen sollte. Das erreichen Sie am besten in einem Gewächshaus oder in einem Wintergarten. Aber auch in einem Badezimmer, selbst dort, wo es recht dunkel ist, kann sie gut gedeihen. Sind die genannten Umweltbedingungen nicht gegeben, werden Sie wenig Freude mit Ihrer tropischen Pflanze haben.

Calathea

© Yorozu Kitamura | Dreamstime.com (#135397358 – Calathea zebrina) Die Calathea mag keine Zugluft und benötigt ein entsprechendes Plätzchen.

Was Sie bei der Pflege der Calathea beachten müssen

Ansprüche an den Standort stellen und dann auch noch eine umfangreiche Pflege fordern – ja, so ist die Calathea eben. Diese Pflanze ist nicht so nebenbei und hoppla hopp zu pflegen, sie braucht mehr! Auch wenn ihr gewöhnliche Blumenerde erst mal genügt, reichen die Nährstoffe nicht besonders lange aus, sodass es ans Düngen geht. Hier sollten Sie zwischen März und September einmal im Monat mit etwas Flüssigdünger nachhelfen. Beim Gießen sollten Sie immer darauf achten, dass die Erde stets feucht, aber nicht nass ist. Staunässe mag sie gar nicht, Abhilfe schafft eine Drainage. Zu viel Wasser schadet den Wurzeln, die sehr schnell zu faulen beginnen können.

Das Gießwasser muss immer kalkarm sein, denn Kalk verträgt die Calathea nicht. Wie schon erwähnt, mag die Calathea keine direkte Sonne, schon gar nicht die brennende Mittagssonne. Zu viel lässt die Blätter braun werden. Ideal ist es, wenn sie am Morgen und/oder am Abend etwas Sonne bekommt. Was die Korbmarante ebenfalls nicht mag, ist Zugluft. Um die vorher genannte hohe Luftfeuchtigkeit zu erreichen ist es sinnvoll, die Blätter regelmäßig mit Wasser zu bestäuben. Sinnvoll ist sicherlich auch ein Luftbefeuchter oder einfach Wasserschalen, die Sie in der Nähe aufstellen.

Zum Überwintern können Sie die Pflanze etwas dunkler und kühler stellen. Wie schon erwähnt, darf die Temperatur aber nicht unter 18 Grad sinken. Wenn Sie die Blütenbildung anregen wollen, ist es möglich, die Calathea mehrere Wochen in komplette Dunkelheit zu stellen. Probieren Sie es aus, vergessen Sie aber das Gießen nicht!

Blühende Calathea

© Fenneke Smouter – Dreamstime.com (#110137203 – Bright orange Calathea Crocata Tasmania flowers) Die Calathea crocata besitzt leuchtende Blüten, die sie zu einer äußerst attraktiven Zimmerpflanze machen.

Calathea schneiden, umtopfen, vermehren

Schneiden müssen Sie die Calathea kaum. Lediglich braune Blätter oder verwelkte Blüten werden geschnitten, ansonsten bedarf es keinem Schnitt. Geht es ans Umtopfen, dann ist der beste Zeitpunkt der Frühling. Umgetopft wird natürlich dann, wenn der Topf zu klein wird. Schauen bereits Wurzeln unten am Blumentopf raus, dann wird es höchste Zeit. Begutachten Sie auch den Wurzelballen und schneiden Sie faule oder vertrocknete Wurzeln ab, das fördert die Gesundheit der Pflanze. Achten Sie darauf, dass die Calathea nach dem Umtopfen mehrere Wochen lang nicht gedüngt werden darf.

Sie möchten Ihre Pflanze verjüngen oder mehrere daraus machen, dann können Sie die Calathea sehr einfach vermehren. Dies geschieht zum einen über Triebstecklinge, die im Frühjahr geschnitten und anschließend zur Bewurzelung in ein Wasserglas oder in Anzuchterde gesteckt werden. Eine zweite Möglichkeit ist, den Wurzelballen zu teilen. Bei beiden Varianten sollten die Jungpflanzen danach eine Zeit lang sehr warm gestellt werden.

Wofür die Calathea anfällig ist

Wenn die Calathea richtig gepflegt wird, treten keine Krankheiten oder Schädlinge auf. Nur bei Pflegefehlern machen sich diese bemerkbar. So führen eine zu hohe Nässe (Wurzelfäule) oder auch Trockenheit (vertrocknete Blätter) zu Krankheiten. Schädlinge treten vor allem Winter auf, wenn die Luftfeuchtigkeit besonders niedrig ist. Dann können sich Spinnmilben und Schildläuse breitmachen. Achten Sie immer darauf, dass die Luftfeuchte nicht unter 60 % sinkt.

Drei hübsche Arten der Calathea

Zum Schluss möchten wir Ihnen noch kurz drei schöne Arten vorstellen, die auch Ihr Heim aufhübschen und echte Hingucker sind.

  • Calathea makoyana: Sie ist die wohl bekannteste ihrer Art. Die Korbmarante hat – wie oben beschrieben – große, ovale und vor allem in vielen Grüntönen gezeichnete Blätter. Wenn Sie blüht, bildet sie gelbe Blütenstände aus.
  • Calathea lancifolia: Sie unterscheidet sich weniger durch die Farbe der Blätter von der Calathea makoyana, dafür aber durch die Form. Die Blätter sind sehr lang, relativ dünn, laufen spitz zu und können bis zu 30 Zentimeter erreichen. Junge Blätter sind erst rot und färben sich anschließend grün. Wenn Sie abends ein knisterndes Geräusch hören, das von der Pflanze ausgeht, nicht erschrecken, das ist normal, denn sie rollt dann ihre Blätter zur Nachtruhe zusammen. Die Calathea lancifolia gehört übrigens zu den Arten, die nicht blühen.
  • Calathea crocata: In Sachen Blüte ist diese Korbmarante die Schau schlechthin, denn sie bringt die größten Blüten hervor und das auch noch in einem leuchtenden Orange. Die Blätter sind dagegen weniger attraktiv. Oben dunkelgrün, die Blattunterseite ist rot-violett.

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