Zimmerpflanzen: Im Spätsommer gibt’s Arbeit

Im Frühling und Sommer blühen sie fröhlich vor sich hin und bereiten uns auch an trüben Tagen Freude. Doch auch wenn Zimmerpflanzen drinnen zu finden sind, muss man sich an die Jahreszeiten halten. Das ist gerade bei der Pflege der Pflanzen wichtig. Eine ganz entscheidende Zeit ist der Spätsommer. Wenn es draußen langsam herbstlich wird, dann zieht es nicht nur Hobbygärtner mit Harke, Rechen, Gartenschere & Co. nach draußen, um den Garten auf Vordermann zu bringen, sondern es wird auch Zeit, drinnen etwas zu tun. Vielleicht haben Sie bisher an diese Arbeiten an Ihren Zimmerpflanzen gar nicht gedacht und sind wir mal ehrlich – auch wenn Sie diese Arbeiten vernachlässigen, werden die Blumen nicht gleich eingehen. Allerdings wollen wir ja die besten Ergebnisse herausholen und das geht eben nur dann, wenn wir Hand anlegen. Also, keine Müdigkeit vorschützen!

To do´s im Spätsommer Zimmerpflanzen

© Maksim Shebeko – Fotolia.com (#136515789 – house plants) Im Spätsommer gibt es einiges zu tun.

To do´s im Spätsommer

Geht der Sommer zu Ende, dann verabschiedet sich die Natur so langsam aber sicher in die wohlverdiente Ruhe. Das merken auch die Zimmerpflanzen und beginnen damit, sich für die kalte Jahreszeit vorzubereiten. Blüten verblühen, Blätter verwelken und es haben sich vielleicht sogar Samen gebildet. Möchten Sie durch Samen neue Pflanzen ziehen, dann ist jetzt die Ernte angesagt. Aber auch ohne die Aussaat sollten die Samenstände entfernt werden, da sie den Pflanzen sonst zu viel Kraft kosten. Bevor es nämlich ins Winterquartier geht, müssen die Blumen noch Kräfte sammeln. Verblühte Knospen sollten Sie sowieso regelmäßig entfernen. Im Spätsommer – und sofern die Pflanze nicht mehr blüht – werden nun die letzten verblühten Pflanzenteile abgeschnitten. Ebenso vertrocknete Blätter. Auch das hat den Sinn, der Pflanze nun noch etwas Zeit zu geben, Kräfte zu sammeln.

Gerne vergisst man, dass Pflanzen in der Wachstumsphase nicht nur blühen, sondern sich auch die Wurzeln vergrößern. Naja, schließlich sieht man die Wurzeln in der Regel nicht. Außer, sie wachsen bereits unten aus dem Blumentopf heraus. Dann ist es aber höchste Zeit! Umtopfen sollten Sie immer nach der Wachstums- und vor der Ruhephase. Achtung: Sofern Ihre Blumen in ein kühleres und dunkleres Winterquartier umziehen, sollten Sie sie allerdings nicht mehr umtopfen, sondern bis zum Frühjahr warten. Der Grund ist, dass sie sich sonst nicht mehr richtig erholen und sterben könnten.

Nachwuchs ist immer gut, oder? Haben Sie schon mal an Stecklinge gedacht? Diese dienen aber nicht nur dazu, seine Pflanzen zu vermehren, sondern auch, um sie zu verjüngen. Gerade große und ältere Pflanzen haben es schwerer, den Winter zu überleben, als Jungpflanzen. Wenn Sie im Spätsommer Stecklinge schneiden und die Mutterpflanze den Winter vielleicht nicht überstehen sollte, haben Sie einen schönen Ersatz. Und wenn nicht, dann kleine Pflanzenkinder, die zusammen mit – ja, ist das nun Vater oder Mutter …, na sagen wir, mit dem Elternteil gemeinsam die Fensterbank verschönern.

Sofern die Pflanze sehr dicht und buschig wächst, sollten Sie sie in Form bringen und etwas ausdünnen. Das ist wie wenn Frauen zum Frisör gehen oder so … ;-) Manche Zimmerpflanzen können auch relativ groß werden. Diese sollten Sie dann entsprechend kürzen. Achten Sie auch drauf, dass die Pflanzen gesund sind. Kranke Pflanzen überstehen den Winter nur selten.

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