Blumen umtopfen – ab und an ein paar neue Schuhe

Wir Menschen gehen von Zeit zu Zeit ins Geschäft und kaufen uns ein paar neue Schuhe. Nämlich dann, wenn die alten kaputt sind oder wenn man noch im Wachstum ist und die Füße für die Schuhe zu groß geworden sind. Bei Zimmerpflanzen ist das nichts anderes. Auch sie sollten im Schnitt alle zwei Jahre ein neues „Beinkleid“ bekommen. Sprich, einen neuen Blumentopf. Dann ist Blumen umtopfen angesagt. Warum man das tun sollte, wie man es am besten macht und welche Fehler man vermeiden sollte, das erklären wir Ihnen in den nächsten Absätzen.

Für gesunde Blumen: Zimmerpflanzen umtopfen

Der beste Zeitpunkt, um Blumen umzutopfen, ist der Winter. Denn dann halten die Pflanzen quasi Winterschlaf. Das Wachstum ist zum Stillstand gekommen, ein Umtopfen ist somit problemlos möglich. Wie gerade schon erwähnt, sollten Zimmerpflanzen alle zwei Jahre umgetopft werden. Das ist allerdings nur eine Faustregel, denn Sie sollten zudem auf einige Kriterien achten, die Ihnen zweifelsfrei sagen, dass die Blume einen neuen, größeren Topf möchte:

  • Wenn die Wurzeln bereits unten aus dem Blumentopf rauswachsen.
  • Wenn die Pflanze im Verhältnis zum Blumentopf zu groß geworden ist.
  • Wenn die Blume nicht mehr richtig blüht oder wächst.
  • Wenn die Zimmerpflanze krank ist (das sollten Sie in regelmäßigen Abständen kontrollieren).

In all diesen Fällen ist es an der Zeit für einen Umzug in einen größeren Blumentopf. Nun glaubt vermutlich jeder, dass Blumen umtopfen nicht besonders schwer ist. Was sollte man da schon falschmachen können? Eine ganze Menge! Deswegen gibt es jetzt 6 Tipps für das richtige Umtopfen von Zimmerpflanzen.

Blumen umtopfen

© Floydine – Fotolia.com (#106287027 – Frühling – Garten – Frühlingsblumen) Am besten regelmäßig die Zimmerpflanzen umtopfen.

Blumen umtopfen – so geht´s!

  1. Achtung: Wurzeln!
    Sie haben also festgestellt, dass Sie Ihre Zimmerpflanzen umtopfen müssen. Na dann raus aus dem Topf. Aber Halt! Nicht so stürmisch! Denn bei vielen Pflanzen, denen der Topf zu klein geworden ist, schauen unten die Wurzeln heraus. Und das kann bei der Umtopfaktion gefährlich werden – für die Pflanze! Wurzeln brauchen Blumen, um überleben zu können, um Nährstoffe und Wasser aufzunehmen. Beschädigt man die Wurzeln, kann die Pflanze darunter leiden. Deshalb: Vorsicht beim Herausholen der Pflanze aus dem Topf! Sollte es möglich sein, den Topf aufschneiden, ist das nicht möglich, die Pflanze vorsichtig lockern. Erst danach dicht über dem Ballen packen und langsam herausziehen. Ein scharfes Messer kann bei Blockaden helfen. Reißen einzelne kleinere Wurzeln ab, ist das in der Regel nicht so schlimm, am besten ist es aber, wenn man die Wurzeln, die durch den Topf gewachsen sind, mit einem Messer oder einer Schere kappt. Pflanzen, die gesund und stark sind, halten das aus.
  2. Topf ist nicht gleich Topf
    Es gibt einige Kriterien, die der Blumentopf erfüllen sollte. Zum einen sollte er unten ein Loch haben, damit überschüssiges Wasser ablaufen kann. Zum zweiten sollte er natürlich nicht zu klein sein und zum dritten aber auch nicht zu groß. Denn das kann die Wurzelfäule begünstigen, außerdem soll die Pflanze stabil stehen.
  3. Drainage sinnvoll
    Wenn der Topf ein Loch hat, ist das schon mal die halbe Miete. Wenn Sie Ihren Pflanzen aber richtig Gutes tun wollen, dann fügen Sie noch eine Drainage ein, damit das Wasser noch besser gespeichert werden kann. Diese Drainage besteht entweder aus Sand, Kies oder Blähton und wird ca. zwei Zentimeter hoch in den Topf gegeben. Auf das Loch legen Sie eine Scherbe oder einen größeren Stein, damit nichts aus dem Topf rieseln kann.
  4. Mit der Erde haushalten
    Wer es zu gut meint und den Blumentopf bis oben hin mit Erde füllt, der macht es genau falsch! Denn ist der Topf bis oben hin voll mit Erde, wie wollen Sie dann noch gießen? Lassen Sie den Wurzelballen rund zwei Zentimeter unter dem Topfrand enden und bedecken Sie die Pflanze dann mit einer dünnen Erdschicht, so haben Sie ausreichend Möglichkeit, die Blumen zu gießen, ohne dass das Wasser überläuft.
  5. Neue Erde verwenden
    Sie sollten immer neue, frische Erde verwenden, wenn Sie Zimmerpflanzen umtopfen. Darin sind noch alle Nährstoffe enthalten. Geben Sie auf die Drainage eine kleine Schicht Erde, stellen Sie dann den Wurzelballen in den Topf und füllen Sie mit Erde auf. Nun sollten Sie den Topf ein-, zweimal auf den Tisch aufstoßen, damit die Erde nachrutschen kann. Hohlräume sollten nämlich nicht entstehen. Oben wird die Erde dann festgedrückt und die Pflanze gleich angegossen.
  6. Sauberen Topf nutzen
    Sofern Sie Tontöpfe zuhause haben, die bereits im Gebrauch waren, können Sie diese natürlich erneut nutzen. Allerdings müssen diese dann gründlich gereinigt werden. Warum? Weil sich sonst beim Blumen umtopfen Keime und Pilze in die neue Erde einschleichen könnten und so die Pflanze schädigen. Es genügt, wenn Sie zur Reinigung heißes Wasser und eine Bürste verwenden.

Und das war es dann auch schon. Kontrollieren Sie Ihre Pflanzen regelmäßig und topfen Sie Ihre Blumen rechtzeitig um. Sie danken es Ihnen mit prächtigem Wuchs und tollen Blüten.

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