Ableger von Zimmerpflanzen: eins, zwei, viele

Welcher Typ sind Sie? Typ 1, der zuhause gar kein Grünzeug auf dem Fensterbrett stehen hat, oder Typ 2, den hier und da mal ein Blümchen erfreut? Vielleicht sind Sie ja auch Typ 3, der einen regelrechten Dschungel zuhause hat oder gar Typ 4, der nie genug haben kann und sich nicht nur permanent neue Pflanzen kauft, sondern auch Ableger zieht. Pflanzen bereichern unser Leben uns machen die eigenen vier Wände ansehnlicher. Egal, ob der Zimmerfarn, der Gummibaum, der Kaktus oder die Bromelie – alle haben ihre Daseinsberechtigung. Und nicht selten beschäftigt man sich sogar mit seinen Pflanzen, pflegt sie, redet vielleicht sogar mit ihnen und legt Hand an, um aus einer zwei oder aus zwei drei zu machen. Daher wollen wir uns heute mal um die Ableger kümmern.

Hauswurz mit Kindel

© Schwoab – Fotolia.com (#92765148 – Hauswurz (Sempervivum) mit Kindel) Einige Pflanzen, wie beispielsweise die Hauswurz, sorgen selbst für Nachwuchs.

Ableger: Zimmerpflanzen sorgen selbst für Nachwuchs

Mal Hand aufs Herz: Wissen Sie, was Ableger sind? Sind Sie sich ganz sicher? Wenn Sie nämlich sagen, dass das die kleinen Pflanzen sind, die man aus den großen gewinnt, dann haben Sie nur bedingt recht. Denn es gibt mehrere Möglichkeiten, um seine Zimmerpflanzen zu vermehren. Stecklinge zum Beispiel. Wenn Sie auch dazu Ableger sagen, dann ist das allerdings falsch. Denn Ableger bringt ausschließlich die Mutterpflanze hervor.

Ableger ziehen und dadurch Zimmerpflanzen vermehren ist eine sehr einfache Sache. Warum? Weil die Ableger direkt an der Mutterpflanze wachsen und Sie sie eigentlich nur noch abschneiden müssen. Wenn Sie einen Garten haben, dann kennen Sie dies bestimmt von den Erdbeerpflanzen. Diese bilden lange Triebe, an denen eine neue Pflanze wächst und selbst Wurzeln bildet. So ist das auch bei so mancher Zimmerpflanze. Dazu gehören zum Beispiel die Bromelie, die zu den Ananasgewächsen gehört, aber auch Sukkulenten, wie die Hauswurz, der Geldbaum, die Agave, die Aloe oder die Kakteen.

Ableger ziehen: so geht´s

Möchten Sie Ableger ziehen, dann müssen Sie gar nicht lange danach suchen. Die neuen kleinen Pflanzen werden Sie mit Sicherheit erkennen! Achten Sie darauf, dass diese bereits einige kräftige Blätter gebildet haben. Meistens sind sogar schon kleine Wurzeln zu erkennen. Sind Sie der Meinung, dass der Ableger das Zeug dazu hat, etwas Großes zu werden, dann schneiden Sie ihn mit einem scharfen und am besten desinfizierten Messer so nah wie möglich an der Mutterpflanze ab.

Sofern sich bereits Wurzeln gebildet haben, pflanzen Sie den Ableger in einen Topf mit Anzuchterde und halten die Erde mäßig feucht. Zu feucht, und die Wurzeln könnten faulen, zu trocken und die Pflanze geht ein. Direkte Sonne sollten Sie anfangs noch vermeiden. Wenn noch keine Wurzeln vorhanden sind, können Sie den Ableger auch in ein Glas Wasser geben. Die Wurzeln bilden sich nach zwei bis drei Wochen. Danach wie oben beschrieben einpflanzen.

Bei Sukkulenten ist die Schnittstelle in der Regel etwas größer, daher sollten Sie mit dem Einpflanzen der Ableger ein paar Tage abwarten, bis die Schnittstelle getrocknet ist. Übrigens: Diese Ableger werden auch Kindel genannt – nur falls Sie mal über diese Bezeichnung stolpern sollten.

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